Antonio Sánchez-Bayón, Sistema de Derecho Comparado y global: de las familias jurídicas mundiales al nuevo Derecho común, Tirant lo Blanch, Valencia, 2012, 161 págs.

Natalia del Barrio
Gudrun Stenglein


 

ZUSAMMENFASSUNG: Dr. Sánchez-Bayón untersucht in dieser Studie die Notwendigkeit, das Konzept des Vergleichenden Rechts in Zeiten der Globalisierung neu zu überdenken. Die kulturellen, politischen und soziologischen Wechsel müssen an die neue Weltlage angepasst werden. Die juristischen Lösungen müssen verglichen werden, so dass die Spielregeln und der professionelle technische Sprachgebrauch angeglichen werden können; nur so können die Antworten auf die Konsolidierung des gemeinschaftlichen Rechts gefunden werden. Der Autor stellt den formalistischen Positivismus des Staates in Frage.

KODEWORT: Global, Vergleichendes Recht, Positivismus, kulturelle, politische und soziologischer Wechsel, Paradigmen, Globalisierung, Machtinhaber, Staat, Denkrichtungen, Rechtsordnung.

Professor William Twining sagte in seiner Vorlesung über "Globalisierung und Recht", dass er beabsichtige, die Studenten zur Übernahme einer globalen Perspektive zu provozieren. Dass sie im Hinblick auf die Menschheit und die ganze Welt dächten und dass sie versuchen sollten, globale juristische Ideen zu konstruieren, und zwar unter Berücksichtigung aller Schwierigkeiten, die dieses Thema mit sich bringt. Im klaren Gegensatz zu der internationalen akademischen Welt, in der das Vergleichende Recht seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle in den Programmen der angesehensten Fakultäten der Rechtswissenschaften spielt, zögert die Mehrheit der spanischen Fakultäten, dieser Disziplin die unschätzbare Bedeutung, die sie in der Aktualität hat, beizumessen. In der spanischen Lehre besteht ein alarmierender Mangel an Titeln, die das Fundament, die Methodologie und die Entwicklung des Vergleichenden Rechts behandeln und die Eigenheiten und Überschneidungen zwischen den juristischen Familien der Welt, wie sie traditionell bezeichnet werden, vertiefen.
Vor diesem verheerenden Hintergrund erscheint die Arbeit von Sánchez-Bayón von außerordentlichem Interesse. Schon in der Einleitung warnt der Autor davor, dass es unabdingbar ist, das überholte Paradigma des formalistischen Positivismus des Staates zu überwinden und den juristischen und gerechten gesunden Menschenverstand wiederzuentdecken, um das Vergleichende und Globale Recht zu kennen. In einer intellektuellen Welt, in der die Wurzeln jedes Mal weniger tief gehen und in der die kritische und urteilsfähige Kapazität immer knapper wird, ist der Aufruf des Autors, die Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie zurückzugewinnen, sehr inspirierend. Denn ohne diese beiden Fächer kann weder das Vergleichende Globale Recht noch das Recht an sich verstanden werden.
Die Arbeit wird in drei thematische Blöcke unterteilt, die folgendem Schema entsprechen: Die ersten beiden Kapitel sind in dem ersten Block integriert, den der Autor "Abhandlung und System" nennt. Der zweite Block, der das dritte und vierte Kapitel beinhaltet, setzt sich aus der Entwicklung von Systemen und aus der Beobachtung ihrer Wechselwirkungen zusammen. Der dritte Block schließlich, der das fünfte und letzte Kapitel beinhaltet, behandelt die Fragen bezüglich der Beziehungen zwischen dem Vergleichenden und dem Globalen Recht. Nachfolgend werden die fünf Kapitel, aus der die Arbeit besteht, aufgezählt und eine kurze Inhaltsangabe gegeben.
Im ersten Kapitel (Grundlagen: Bedeutung und Reichweite) werden die Grundkenntnisse des Vergleichenden Rechts und seine historische Entwicklung beschrieben. Das zweite Kapitel (Methodologie: Ansätze und Techniken) gibt einen Überblick über die verschiedenen traditionellen Techniken der juristischen Methodologie und die des Vergleichenden und Globalen Rechts.
Das dritte Kapitel (System (allgemeiner Teil): leitende Grundlagen und Verbindungen) verteidigt die Benutzung des holistischen und diffusen Netzsystems und erlaubt so, die monolithische Wisseschaft flexibler zu machen und die Tradition mit den neuen Anforderungen zu verknüpfen. Außerdem wird nicht nur für eine wissenschaftlich-juristische Produktion Platz geschaffen, sondern auch für andere Wissensbereiche. Der Autor untersucht anschließend die definierenden Merkmale der juristischen Familien der Welt, nicht ohne uns zu warnen, dass es sich eher um eine weit verbreitete Klassifizierung innerhalb der vergleichenden Lehrmeinung handelt (David; Arminjon, Nolde und Wolf, Zweigert und Kötz), die aber unter zu vielen Schlussfolgerungen und Schwindeleien leidet.
Im vierten Kapitel (System (spezieller Teil): Familien und Transplantationen) entwickelt Sánchez-Bayón den zweifellos innovativsten Beitrag seiner Arbeit, nämlich die Katalogisierung des bestehenden Rechts in Ursprungs- und Derivatssysteme. Die Ersten sind das Ergebnis der westlichen Kulturtradition und umfassen einen sekulären Zweig (kontinentaleuropäisches Zivilrecht und angelsächsisches Recht) und einen religiösen Zweig (kanonisches, islamisches und jüdisches Recht). Die Derivatssysteme beinhalten wiederum ein synkretistisches Untersystem (lateinamerikanisches, nordafrikanisches und levantinisches Recht) und ein hybrides Untersystem (sozialistische, einheimische, orientale und westliche Regulierungen). Durch die Anwendung des holistischen und diffusen Systems transzendiert der Autor den lediglich beschreibend und normativistischen Ansatz, um die Integration dieser Rechtsordnungen zu erreichen. Anschließend wird mit einer klaren praktischen Anleitung eine Reihe von Fragen (Rechtsquellen, richterliches Handeln, Verfassungen und deren Kontrolle, Kriegsdienstverweigerung usw.) behandelt, die mögliche Vergleichslinien illustrieren.
Im fünften Kapitel (Einleitung zum Globalen Recht: Wie funktioniert es in der aktuellen Realität?) geht man von einer Abweichung aus, die durch das Internationale Recht verursacht wurde, und es wird eine Korrektur durch das Globale Recht vorgeschlagen. Dieses wird als "politisch-juristische Rechtsordnung der demokratischen und humanistischen aktuellen westlichen Gemeinschaft, basierend auf den Grundlagen und gemeinsamen Instrumenten des Rechts, dank der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien weiterentwickelt".
Die Inhalte werden als eine Art Dialog vorgestellt, in dem der Autor den Leser zu einem kontinuierlichen Prozess der Kritik und Betrachtung auffordert. Sánchez-Bayón ist eine gelungene Balance zwischen dem pädagogischen Zweck der Arbeit (zum Teil an Rechtsstudenten gerichtet) und einer unbestrittenen Solvenz und Lehrweisheit gelungen. Die dringende Aktualität des behandelten Themas und der angebotene neuartige Ansatz machen diese Studie zu einer Arbeit von großem Interesse für Juristen generell und zu einer obligatorischen Referenz für Studierende des Vergleichenden und Globalen Rechts. [Recibida el 20 de enero de 2013].


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