Antonio Sánchez-Bayón, Estado y religión de acuerdo con Estados Unidos de América: Análisis y sistematización del modelo relacional, AV Akademikerverlag GmbH & Co. KG, EAE, Saarbrücken, 2012, 314 págs.

Gudrun Stenglein


 

ZUSAMMENFASSUNG: Dr. Antonio Sánchez-Bayón untersucht in seiner neuartigen Studie das Beziehungsmodell zwischen Staat und Religion in den Vereinigten Staaten von Amerika. Aufgrund seines außerordenlich logischen Denkens und seiner interdiszpilinären Ausbildung in Rechtsgeschichte, Rechtsphilosohpie, vergleichender Rechtswissenschaft, Kirchenrecht und anderen Sozialwissenschaften kommt er zu einem überraschenden Ergebnis, das über ein vereinfachtes Wissen über die USA und deren Menschen weit hinausgeht. Die USA ist ein konfessionsloser Staat, seine Bevölkerung ist aber religiös. Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, wird unter anderem das amerikanische Kirchenrecht analysiert und systematisiert, was in den USA als spezielles Fachgebiet des öffentlichen Rechts und in den Universtiäten als eigenständige Disziplin behandelt wird. Die Studie widmet sich der Erklärung der wichtigsten Variablen der anglo-amerikanischen Version des Ius Circa Sacra (postjüdisch-christliche politische und rechtliche Theologie), der Übernahme dieser Variablen und deren notwendige Umsetzung. Weiter werden die amerikanischen Rahmenregulierungen, durch die Religionsfreiheit und andere Bürgerrechte anerkennt und gewährleistet werden, sowie der juristische Status und die Finanzierung des Klerus und der Kirchen untersucht. Der Autor kommt zu der überraschenden Schlußfolgerung, dass das amerikanische Beziehungsmodell Staat und Religion nicht nur für die Amerikaner gültig ist, sondern auch die Kontinentaleuropäer, die gewisse Schwierigkeiten haben, die Bereiche Religion, Politik und Recht harmonisch zu ordnen, inspirieren könnte.

KODEWORT: Beziehungsmodell, Staat und Religion, Vereinigte Staaten von Amerika, Kirchenrecht, konfessionsloser Staat, eigenständige Disziplin, postjüdisch-christliche politische und rechtliche Theologie, Religionsfreiheit, juristischer Status, Finanzierung, Klerus, Variablen, Hegemonie der USA, falsche Rückschlüsse, amerikanische Kultur, Wechselwirkung, Staatstheorie, Säkularisierungs- und Autonomietheorie, Theorie der Beziehungsmodelle, Analyse und Systematisierung der amerikansichen Rechtsordnung, psychosoziale Logik, ideologische und religiöse Gruppierungen, postjüdisches Christentum, Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, vergleichende Rechtswissenschaft, Kirche, sozialer Pakt, Institutionen.

Hier wird die erste Arbeit von Dr. Antonio Sánchez-Bayón für die Universität ETEA-Loyola kritisch besprochen. Der Autor dieser neuen Studie, Prof. Sánchez-Bayón, präsentiert eine der erstaunlichsten Analysen über das amerikanische Beziehungsmodell zwischen Recht und Religion.
Fußend auf seine interdisziplinäre Ausbildung in Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, vergleichender Rechtswissenschaft, Kirchenrecht und anderen Sozialwissenschaften, genießt er den Ruf eines profunden Kenners der Materie. Bei der Interpretation der verschiedenen rechtlichen Ansätze von Recht und Religion in den USA beweist er, dass er sein geschicktes und außerordentlich logisches Denken anwendet; seine Forschungen in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA), in Verbindung mit seiner Logik, geben uns eine Sichtweise, die über ein vereinfachtes Wissen über die USA, die Lebensweise und ihre Menschen (bedingt durch die Hegemonie der USA und die Beziehungen, die zwischen Religion, Politik und Recht auftreten) hinausgeht. Er setzt der Anhäufung von bestimmten Schlussfolgerungen, Irrtümern und Täuschungen ein Ende. Weiter wird der Leser an die soziale Realität der USA herangeführt, die sich in dem neuen Regime konsolidiert hat. Wegen der bestehenden Bundesregierung und den 50 Staaten gibt es kein Staatskonzept, das mit einem europäischen vergleichbar wäre. Die USA ist ein konfessionsloser Staat, während seine Bevölkerung nach wie vor religiös ist. Das Beziehungsmodell zwischen Staat und religiösen Konfessionen basiert auf der Autonomie, die eine Teilung anerkennt, aber nicht ausgrenzt.
In der Einführung des Buches stellt der Autor eine Liste der Gründe für seine Untersuchungen auf, wovon der wichtigste Grund der ist, falschen Rückschlüssen und Schwindeleien und einer gewissen Gleichgültigkeit diesem Land gegenüber ein Ende zu setzen. Deshalb besteht der dringende Bedarf, in einer informativen und kritischen Arbeit die Korrelation zwischen der Hegemonie der USA und seinem Beziehungsmodell zwischen Staat und Religion zu analysieren. Damit können die amerikanischen Eigenheiten (amerikanisches Selbstwertgefühl und amerikanische Kultur) enthüllt und die Gründe, Argumente und Formen des Beziehungsmodells (Wechselwirkungen zwischen Staat und der Religion) erklärt werden. Gleichzeitig wird das spezielle Fachgebiet des öffentlichen Rechts bezüglich des Verhältnisses zwischen Staat und Religion, nämlich das Kirchenrecht, analysiert und systematisiert.
Das Buch ist in eine allgemeine und eine spezielle Studie eingeteilt. Der allgemeine Teil wiederum ist in drei Absätze unterteilt: Staat und die Staatstheorie, Religion und Säkularisierungs- und Autonomietheorie und die Theorie der Beziehungsmodelle. Die Arbeit befasst sich mit den Ideen, den Phänomenen und den inspirierenden Prozessen der modernen Beziehungen zwischen Macht, dem Heiligtum und der Freiheit, wodurch die Vereinigten Staaten, nachdem sie diese Werte übernommen und umgesetzt hat, zu dem Paradigma des Neuen Regimes geworden ist. Die USA war das erste moderne Modell, das umgesetzt wurde. Darüber hinaus ist das Beziehungsmodell elastisch und flexibel, so dass es auch heute noch Gültigkeit hat. Im Gegensatz dazu stehen die späteren operativen kontinentaleuropäischen Modelle, deren Tendenz die Entropie ist.
Die Studie widmet sich der Erklärung der wichtigsten Variablen der anglo-amerikanischen Version des Ius Circa Sacra (postjüdisch-christliche politische und rechtliche Theologie), nämlich sowohl dem Ablauf der Übernahme der Variablen als auch den Entwicklungstheorien, wie z. B. die notwendige Umsetzung, um sie an die Realität anzupassen; somit wird zu einem besseren Verständnis des Staates in seiner amerikanischen föderalistischen Version beigetragen. Dabei wird die psychosoziale Logik bezüglich des Umfeldes für moderne sakrale-soziale Pakte betrachtet und zwischen dem Individuellen und dem Gemeinschaftlichen, dem Zivilen und Religiösem unterschieden. Die Religion macht die Verallgemeinerung eines postjüdischen Christentums praktikabel; die Vielzahl der traditionellen Religionen mit einer zivilen Religion wird somit kompatibel gemacht. In einer liberalen Ordnung gestaltet das Beziehungsmodell Staat und Religion - mit seinen jeweiligen Wechselwirkungen zwischen den gesellschaftlichen Anforderungen und den institutionellen Antworten - gleichzeitig Moral, das Gemeinsame und das Spezielle.
Der spezielle Teil der Arbeit mit seinen Absätzen über Rechtsregulierung und topische Regulierung konzentriert sich auf die Analyse und Systematisierung der amerikanischen Rechtsordnung, um die Konfiguration und die Bedienbarkeit der speziellen Fachrichtung des öffentlichen Rechts, was das amerikanische Kirchenrecht darstellt, aufzuzeigen. Es wird die Rahmenregulierung vorgestellt, die den Bereich der inneren und individuellen Autonomie durch die Religionsfreiheit und andere Bürgerrechte anerkennt und gewährleistet. Es gibt keine offizielle Religion und jegliche finanzielle Hilfe für ideologische oder religiöse Gruppierungen ist verboten, obwohl die Behörden die Ausübung der Religionsfreiheit und deren Einfluss auf andere Bürgerrechte gewährleisten und fördern. Der Abschnitt über die spezielle Regulierung befasst sich mit dem juristischen Status und der Finanzierung des Klerus und der Kirchen sowie mit den möglichen Rechtsstreitigkeiten innerhalb des außergewöhnlichen Verfahrens.
Im Abschnitt der Schlussfolgerungen wird ein Bericht präsentiert, in dem über die vorgeschlagenen Hypothesen und Thesen reflektiert wird; außerdem kommt er zu der Feststellung, dass das Kirchenrecht des Staates als spezieller Fachrichtung der Rechtsordnung wie eine eigenständige Disziplin an den amerikanischen Universitäten behandelt wird. Das Kirchenrecht des Staates genießt Vitalität in Amerika. Im Gegensatz zu Europa wird in Amerika weder der Staat noch die Religion ideologisch diskutiert, sondern es wird der Versuch unternommen, eine erneute Formulierung zu erreichen. Diese Variablen werden sowohl von den Bürgern als auch von den Institutionen mit großer Bedeutung geschätzt. Außerdem werden sie durch einen Ausgleichsmechanismus erhalten, um eine harmonische Unterscheidung zwischen dem Individuellen und der Gemeinschaft erreichen zu können. Deshalb ist das Beziehungsmodell Staat und Religion, so wie es in der Arbeit beschrieben wird, nicht nur für die Amerikaner gültig, sondern es kann auch die Kontinentaleuropäer, die gewisse Schwierigkeiten haben, die Bereiche Religion, Politik und Recht harmonisch zu ordnen, inspirieren. [Recibida el 20 de febrero de 2013].


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