Gudrun Stenglein, Condición femenina y delincuencia: Estudio comparado hispano-alemán y una propuesta sistémica europea, AV Akademikerverlag GmbH & Co. KG, EAE, Saarbrücken, 2012, 252 págs.

Manuel J. Peláez
Miriam Seghiri


 

ZUSAMMENFASSUNG: Wenn über Kriminalität gesprochen wird, scheint es sich um ein reines Männerthema zu handeln. Sind die Frauen wirklich weniger straffällig als die Männer? Die Frau als Straftäterin wird in der Literatur vernachlässigt. In der modernen Kriminologie erscheint die Frau fast nur in der Opferrolle. Die angeführte Studie befaßt sich mit den Fragen, die sich aus dieser Problematik ergeben. Die Straffälligkeit der Frauen wird einer multidisziplinären Analyse unterzogen, traditionelle und moderne Erklärungsansätze werden systematisiert und in Verbindung zueinander gebracht. Anhand von Statistiken werden sowohl die Anzahl der Straftäterinnen als auch die Delikte, die scheinbar frauentypisch sind, untersucht und zwischen den Modellen der mediterranen und nordeuropäischen Länder verglichen. Es überrascht, dass es so gut wie keine internationalen oder nationalen Programme zur Verbrechensvorbeugung bezüglich der Frauenkrimialität gibt. Scheint es doch so, dass der Staat als einzige Antwort auf dieses Phänomen die Strafverfolgung kennt (traditionelles Strafrecht). Untersuchungen in Strafanstalten zeigen aber, dass die Frauen in den meisten Fällen aufgrund ihres sozialen Umfelds und ihrer geringeren Chancen auf Ausbildung und Ausübung eines Berufes zur Straftäterin werden. Eine effiziente Kriminalpolitik müsste mit der Ungleichbehandlung der Frauen aufräumen und eine adäquate Sozialisierung für die Frauen schaffen, die oft auf sich gestellt und mit der Versorgung ihrer Familie überfordert sind. Es stellt sich heraus, dass, wenn über ein vereintes Europa gesprochen wird, die Wirklichkeit einer gemeinsamen europäischen Kriminalpolitik noch weit entfernt ist. Außerdem wird die Ernsthaftigkeit dieses Vorhabens bezweifelt, da zuviele Unterschiede, Differenzen und Vorbehalte unter den europäischen Mitgliedsstaaten bestehen. Es handelt sich eher um ein fadenscheiniges Agieren der Politiker.

KODEWORT: Global, Vergleichendes Recht, Positivismus, kulturelle, politische und soziologischer Wechsel, Paradigmen, Globalisierung, Machtinhaber, Staat, Denkrichtungen, Rechtsordnung.

Die Autorin Frau Dr. Gudrun Stenglein befasst sich in ihrer vergleichenden Studie kritisch mit dem Thema der Frauenkriminalität. Als ehemalige Kriminalbeamtin, Juristin und Kriminologin verfügt sie über ein enormes theoretisches und praktisches Wissen in dieser Materie. Sie untersucht die vermeintlich geringere Straffälligkeit der Frauen, indem sie mit überraschender Agilität die zur Verfügung stehenden nationalen Statistiken (spanische, deutsche und europäische Polizeistatistiken, Statistiken der Staatsanwaltschaften und der Justizvollzugsanstalten) analysiert und entsprechend interpretiert. Ihre Einschätzung bezüglich der Ernsthaftigkeit einer effizienten Kriminalpolitik ist ernüchternd.
Die Arbeit ist in drei große Abschnitte eingeteilt: Einleitung, Analogie und Systematisierung.
In der Einleitung wird die Studie vorgestellt. Es scheint so, dass es sich beim Delikt um eine reine männliche Tat handelt. Wissenschaftliche Untersuchugen der Kriminalität befassen sich in der Regel mit dem Verhalten des männlichen Straftäters. Falls von der Frau als Täterin gesprochen wird, scheint das Problem der weiblichen Delinquenz nur am Rande zu interessieren. In dieser Arbeit wird versucht, die wahre Natur der weiblichen Verbrecherin – falls es sie überhaupt gibt – ohne wissenschaftliche Verschleierung oder andere konstruktivistische Varianten zu enthüllen. Ziel der Arbeit ist es, die angeblich quantitative und qualitative Bedeutungslosigkeit der weiblichen Kriminalität, trotz der psychosozialen Veränderung, die in den letzten Jahrzehnten stattgefunden haben, hervorzuheben. Die Studie wird aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet, aber gleichzeitig werden die verschiedenen Ansatzpunkte miteinander verbunden. Es sollen wissenschaftlich fundierte und nützliche Ergebnisse erzielt werden, damit die aktuelle Kriminalpolitik, zumindest was die Besonderheiten der Frau betrifft, verbessert werden kann. Die Autorin analysiert die klassischen und moderneren biologischen Theorien, die psychologischen sowie die soziologischen Theorien. Sie arbeitet die Argumente für die allgemeine Kriminalität und für den speziellen Fall der Frauenkriminalität heraus und bringt jeweils die entsprechende Kritik an. Um den quantitativen Umfang der Frauenkriminalität in Bezug auf die Allgemeinkriminalität zu messen, ist der einfachste Weg, die Daten der Kriminalstatistik zu lesen. Es wird sich herausstellen, ob die Frauen tatsächlich eine bestimmte Art von Straftaten bevorzugen oder vermeiden oder ob sie bestimmte Delikte aufgrund ihrer eigenen Art des Seins begehen.

Im zweiten Kapitel der Einleitung wird mit der Annäherung an die weibliche Kriminalität begonnen, indem der aktuelle Stand des Problems analysiert wird. Die Autorin kontextualisiert äußerst umfangreiche und grundlegende Bibliographie aus den verschiedenen analytischen Prismen (theoretisch-konzeptionelle und modellische) über weibliche Delinquenz. Der Beginn des Studiums der Frauenkriminalität fällt mit der Emanzipationsbewegung zusammen; die Verfechterinnen der Emanzipation sahen einen drastischen Anstieg der Frauenkriminalität voraus und schlugen Alarm. Bis in die 60-er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde dieses Phänomen nur als Anhängsel der männlichen Kriminalität studiert. Für Frau Dr. Stenglein besteht kein Zweifel, dass aus diesem Grund ein gewisser Mangel an geltenden Thoerien oder Studien in diesem Zusammenhang bestehe. Von Seiten internationaler, europäischer oder nationaler Organisationen gibt es keine oder kaum Initiativen. Außerdem stellt sich nach einer historischen Betrachtung heraus, dass Frauen als Studienobjekt fast irrelevant sind.

In der Analogie wird ein Überblick über die Möglichkeiten, wie dieses Problem studiert werden kann, gegeben. Weiterhin wird erklärt, wie zwischen den zentraleuropäisch deutschen und den mediterran spanischen Begebenheiten ein Vergleich gezogen werden kann, ohne die Besonderheiten dieses Phänomens der weiblichen Straffälligkeit außer Acht zu lassen. Die politisch-juristische Annäherung an die Thematik macht deutlich, dass der Staat verpflichtet ist, die Grundlagen für einen gut funktionierenden Staat zu liefern. Dazu gehören eine gesicherte soziale und wirschaftliche Entwicklung der Bevölkerung, das Recht auf Bildung, Ausbildung und einen Arbeitsplatz usw. Außerdem ist es Aufgabe des Staates, ein Leben in Frieden und Sicherheit zu gewährleisten. Unter diesen Aspekt fällt auch die Sicherheitslage eines Landes, die in engem Zusammenhang mit der Kriminalität steht. Auf dieses Phänomen antworten die Länder normalerweise mit ihrem Strafrecht, das vermeintlich ein friedliches Zusammenleben garantiert. Eine Bestrafung ist in der Regel die Antwort auf eine Straftat. Die Aufgabe des Strafrechts ist es, die Gesellschaft und ihre Rechtsgüter zu schützen; es ist nicht nur eine Auflistung von kriminellen Handlungsweisen. Die Strafe, die dem Rechtsbrecher erteilt wird, hat zur Folge, dass er zur Verbüßung seiner Straftat von der Gesellschaft getrennt wird. Nachdem er seine entsprechende Behandlung erhalten hat, soll er in die Gesellschaft wieder eingegliedert werden. Um die Begehung von Straftaten zu vermeiden, wird eine umfassende Kriminalpolitik ergriffen, die eine Reihe von Maßnahmen und Projekten unter der Beteiligung der Gemeinschaft vorsieht. So soll die Begehung von Straftaten begrenzt werden. Eine effiziente Kriminalpolitik wäre in der Lage, die Entwicklung der Gesellschaft in allen sozialen und wirtschaftlichen Bereichen zu garantieren. Aber die Autorin stellt fest, dass ihre Suche nach solchen Programmen oder Regulierungen bezüglich der Kriminalprävention so gut wie ergebnislos verlaufen ist, sowohl auf internationalem, europäischem als auch auf nationalem Niveau. Es gibt lediglich vereinzelte Programme für Frauen, aber erst dann, wenn sie bereits das Gefängnis betreten haben.
Im nächsten Kapitel beschreibt die Autorin die verschiedenen Erkrärungsansätze für die Kriminalität, wie sie in verschiedenen Theorien vertreten werden. Die klassische Kriminologie unterteilt diese Erklärungsversuche in drei Richtungen: die biologischen, die psychologischen und die soziologischen Ansatzpunkte. Im Rahmen der biologischen Grundlagen wird versucht, die Kriminalität mit verschiedenen Erkrankungen oder organischen Störungen zu erklären. Die psychologischen Wissenschaftler sehen die Ursache der Kriminalität in psychischen Störungen und die Soziologen in einer nicht erfolgreichen Erziehung und Sozialisierung. In den biologischen Theorien werden nach Meinung der Autorin die soziologischen Einflüsse unterschätzt.
Im anschließenden Kapitel untersucht Frau Dr. Stenglein die nationalen Eigenheiten, wobei sie die deutschen und spanischen Statistiken unter die Lupe nimmt.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass bei der deutschen Polizei im Jahr 2007 ungefähr 6 Millionen Delikte bekannt werden; die Aufklärungsquote liegt bei 54,8 %. Es werden zirka 2,2 Millionen Verdächtige ermittelt. Die Anzahl der verdächtigen Frauen beträgt 549.604, d. h. ihr Anteil den der Gesamtzahl liegt bei 24,4 %. Die Frauen sind überdurchschnittlich bei Delikten wie Raub, Betrug und gegen das Ausländerrecht vertreten sowie bei Straftaten wie Unterschlagung. Die Quote der Straftatenbeteiligung der Frauen ist in jeder Altersklasse wesentlich geringer als die der Männer.
Im Jahr 2006 verurteilen die deutschen Gerichte 645.485 Personen, von denen 121.115 Frauen sind (was 19 % der Gesamtzahl darstellt). Zu Freiheitsstrafen werden lediglich 5,8 % der Angeklagten (37.582 Personen) verurteilt.
Im Jahr 2007 befinden sich 75.756 Strafgefangene in den deutschen Gefängnissen. 95 % der Gefangenen sind Männer und lediglich 5 % sind Frauen (4.068 Frauen). Die Tatsache, dass von ungefähr 550.000 weiblichen Verdächtigen lediglich 4.000 eine Freiheitsstrafe verbüßen, wird von der Autorin besonders hervorgehoben.
In Spanien werden im Jahr 2008 ungefähr 1,8 Millionen Straftaten registriert. Die Aufklärungsquote liegt bei 38,3 %. Die spanischen Statistiken sprechen von 300.000 festgenommenen verdächtigen Personen, davon sind 24.781 Frauen. Das macht einen Anteil von ungefähr 10 % aus. Im Jahr 2008 werden zirka 200.000 Personen verurteilt, wovon 91,3 % Männer und 8,7 % Frauen sind. Im gleichen Zeitraum sitzen 73.558 Strafgefangene ein, davon sind 90 % männliche Gefangene. Lediglich 5.950 Frauen werden registriert. 49,3 % der weiblichen Strafgefangenen wurden wegen Rauschgift- und 33,6 % wegen Eigentumsdelikten verurteilt.
Im Abschnitt der Systematisierung verdeutlicht die Autorin die Notwendigkeit, dass die Ergebnisse systematisch interpretiert werden müssen. Die Statistiken geben einen ernüchternden Einblick in das Phänomen der Kriminalität: ein Rückgang ist nicht in Sicht. Was der Verfasserin aber sehr kurios erscheint, ist die Tatsache, dass der Zuwachs an Gefängnisinsassen nicht dem Zuwachs der begangenen Straftaten entspricht. Der Anteil der Frauen ist gestiegen; er ist aber von den alarmierenden Warnungen der Emanzipationsverfechterinnen weit entfernt.
Besonders auffällig ist die Tatsache, dass die Frauen entsprechend ihrer Lebensumstände Straftaten begehen. Das Kriminalitätsrisiko steigt, wenn, so wie es die Autorin ausdrückt, eine wirtschaftliche oder sozial-kulturelle Verarmung vorliegt. Folgedessen ist die Sozialisierung der Frauen für ihre Umstände verantwortlich. Es scheint, dass das gesamte Strafrechtsmodell, sowohl Repression als auch Prävention, sowie die vermeintliche Kriminal- und Sozialpolitik versagt haben. Die Lösungsansätze, die sich aus diesen Modellen ergeben, müssen geändert werden.
Bei der Dialektik zwischen dem Nord- und mediterranem Europa bleibt noch festzuhalten, dass Studien über weibliche Gefängnisinsassen grundlegend darin übereinstimmen, dass die Frauen, in ihrer Mehrheit, aus Randgruppen stammen. Sie verfügen weder über finanzielle Mittel noch haben sie eine Berufsausbildung. Fast die Gesamtheit kommt aus nicht stabilen Verhältnissen und einem niedrigen kulturellen Niveau. Sie haben so gut wie keine Chancen am Arbeitsmarkt. Im Falle der spanischen Strafgefangenen kann festgehalten werden, dass fast die Hälfte der Frauen Opfer häuslicher Gewalt waren. 75 % der Frauen haben Kinder. Viele Straftaten werden begangen, um ihre Kinder und sich selbst ernähren zu können. Darunter leiden ihre sozialen Fähigkeiten, was zu einem geringen Selbstwertgefühl führt. Normalerweise sind sie nicht gewalttätig.
In Frankreich finden sich diese Faktoren bei den weiblichen Straftäterinnen wieder. Ihr Anteil im Gefängnis beträgt 4,4 % (im Jahr 1990). Die Mehrheit beging Eigentumsdelikte.
I In Italien findet man eine relativ fortschrittliche Kriminalpolitik bezüglich der Frauen. Nur eine Minderheit von Frauen muss ihre Freiheitsstrafe im Gefängnis absitzen. Es existieren Programme, die die Frauen mit ihren Kindern im eigenen Heim unter Beobachtung stellen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Hausarbeit wie eine Erstatzstrafe anzurechnen. Auch die Mehrheit der 4.000 Frauen in den Gefängnissen in Deutschland hat weder Schul- noch Berufsausbildung. In der Regel kommen sie aus einem gewalttätigen Umfeld. Oft sind sie Opfer häuslicher Gewalt durch den Vater oder den Partner und sind für den Unterhalt der Familie zuständig. Diese kläglichen Umstände bei der Entwicklung und Sozialisierung treibt die Frauen in die Resignation. Die Mehrheit der Frauen wird wegen der Begehung von Eigentumsdelikten verurteilt. Auch hier wird keine Gewalt angewandt. Frau Dr. Stenglein kommt zu dem Schluss, dass es in den angeführten Ländern gewisse Unterschiede bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafen gibt. In Deutschland findet man im Verhältnis weniger Frauen in den Gefängnissen als in Spanien. Es scheint so, dass in Spanien oder Frankreich die Sozialpolitik noch mehr versagt als in anderen Ländern. Anstatt sich um die Frauen und ihre Probleme zu kümmern, wie z. B. Hilfestellung bei der Erziehung und Ernährung ihrer Kinder, werden sie in den Strafanstalten "geparkt". Deutschland und Italien scheinen fortschrittlicher und liberaler beim Strafvollzug zu sein. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass sich präventive Programme, die an Frauen gerichtet sind, nirgendwo finden. Der weiblichen Bevölkerung müsste bei der sozial-wirtschaftlichen Entwicklung geholfen werden. Ihnen muss der Zugang zu einer guten Schul- und Berufsausbildung ermöglicht werden. Aber die polizeiliche und gerichtliche Repression scheint die einzige Antwort der Regierungen zu sein.

Im Kapitel "Zu einem gemeinsamen europäischen System" weist die Autorin daraufhin, dass eine effiziente Kriminal- und Strafrechtspolitik nur dann betrieben werden kann, wenn wissenschaftliche Kenntnisse über dieses Thema vorliegen. Daten über die Kriminalitätsquote, Struktur und Entwicklung der Straftaten, sowie zur Straftatenbekämpfung und zum Strafvollzug sind notwendig, um entsprechende Projekte entwickeln zu können. Um solche Kenntnisse zu erlangen, müssen die statistischen und wissenschaftlichen Instrumente verbessert und erweitert werden. Um von einen gemeinsamen europäischen Modell sprechen zu können, müssen auch entsprechende Instrumente im europäischen Raum zur Verfügung stehen. Damit dies erreicht werden kann, muss die Gestzgebung der Mitgliedsstaaten vereinheitlicht bzw. angeglichen werden. Solange sich die Mitgliedsstaaten über eine wirkliche Vereinigung und mögliche Kompetenzabgaben nicht einig sind, kann ein einheitliches Sicherheitssystem nicht funktionieren. Die unterschiedlichen Polizei- und Justizstrukturen tragen einer effektiven und wirklichen Kriminalitätsbekämpfung nicht bei. Es müsste ein einheitliches Europäisches Strafrecht eingeführt werden mit den entsprechenden vereinheitlichten Straftatsbeständen. Außerdem müssten die Sicherheitsbehörden neu organisiert werden, so dass die Länder jeweils die gleichen Strukturen vorweisen. Wichtige Informationen dürfen nicht aufgrund von Kompentenzgerangel verloren gehen, was bisher der Fall ist. Oft gibt es Schwierigkeiten bei der Abgrenzung der Zuständigkeiten der einzelnen Polizeibehörden. Das Gleiche gilt für die Jutizbehörden.

Das letzte Kapitel beendet Frau Dr. Stenglein mit einem neuartigen Vorschlag. Bisher wurde eine Kriminalpolitik verfolgt, die sich mit der klassischen Prävention beschäftigt, nämlich dem Repressionsmodell (basierten auf einer Strafpolitik als einzig mögliche Anwort). Dieses Modell hat aber versagt. Deshalb wird von der Autorin der Vorschlag gemacht, neue Sozialstrategien zu verfolgen. Das heißt, dass der Staat als Dienstleister auch seiner Verpflichtung bezüglich des Problems der Frauenkriminalität nachgehen muss. Es müssen soziale Programme geschaffen werden, die den Anforderungen und Notlagen der Frauen gerecht werden können. Dabei handelt es sich eher um Projekte einer Sozialpolitik als einer Kriminalpolitik. Wenn die soziale, kulturelle, wirtschaftliche und geschlechtliche Diskriminierung ein für alle mal behoben werden könnte, würden auch weniger Straftaten begangen werden. Und es wären keine weiteren Programme zur General- oder Spezialprävention notwendig. Weder für weibliche noch für männliche Straftäter.
Im Abschnitt ihrer Schlussfolgerungen geht Frau Dr. Stenglein mit den sozialen Institutionen sehr hart ins Gericht. Deshalb lade ich die Leser ein, diese neuartigen Ansätze zu diskutieren. [Recibido el 27 de febrero de 2013].


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